De Lakenhal: eine Stadtsammlung in einer alten Handelshalle
Von Altarbildern, die 1566 in Sicherheit gebracht wurden, bis zu Blumen im 17. Jahrhundert: Das Leidener Museum verbindet Gebäude, Stadt und Kunst.

Das Museum De Lakenhal in Leiden ist in der ehemaligen Laecken-Halle an der Oude Singel untergebracht. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert wurde laut Museumsgeschichte am 8. August 1641 eröffnet. Seit der Gründung des Museums 1874 werden hier Kunst und Geschichten über die Stadt gezeigt.
Die Stadtsammlung hat ältere Wurzeln. 1566 ließ die Leidener Stadtverwaltung aus Furcht vor dem Bildersturm Altarbilder aus der Pieterskerk und dem Kloster Mariënpoel holen. Laut Museum begann damit eine Sammlung über Leiden. Für eine Restaurierung und Erweiterung war das Museum von 2016 bis 2019 geschlossen.

Museum.nl nennt sieben Sammlungspräsentationen zu bildender Kunst, Stadtgeschichte und Kunsthandwerk. Die Sammlung enthält Werke von Lucas van Leyden, Rembrandt und Jan Steen sowie von späteren Künstlern wie Theo van Doesburg, Claudy Jongstra und Erwin Olaf. Das Triptychon Das Jüngste Gericht von Lucas van Leyden gilt als Prunkstück.
Laut Museum läuft Tuin der lusten: De zeventiende eeuw in bloei bis einschließlich 29. März 2027; über die Ausstellung gibt es in diesem Magazin bereits einen eigenen Artikel.
Giselle Kuster: De Leidse jaren ist laut Agenda noch bis einschließlich 25. Oktober 2026 zu sehen.
Das angekündigte Herbstferienprogramm läuft vom 17. bis einschließlich 25. Oktober und beginnt somit nach dem 13. Oktober. Kinder bis achtzehn Jahre haben laut Museum das ganze Jahr über freien Eintritt. Bei großem Andrang kann das Museum laut Ausstellungsseite am Eingang Zeitfenster ausgeben.
Das Museum De Lakenhal liegt an der Oude Singel 32. Es ist von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ein reguläres Ticket kostet 16 € und gewährt Zutritt zum ganzen Museum; Inhaber einer Museumkaart zahlen nichts.