Drents Museum am Montag: Angkor neben Funden aus Drenthe
Eine neue Ausstellung über Angkor und die ständige Sammlungspräsentation Labyrinthia zeigen, wie ein Museum Archäologie auf zwei Ebenen erzählt.

Eine Elefantenglocke ist in diesem Herbst in Assen zu sehen. Sie gehört zur Ausstellung Angkor – Het mysterie van Cambodja, die am 17. Oktober begonnen hat. Wer am Montag, 19. Oktober, das Drents Museum besucht, kann auch Labyrinthia mit Werken aus der eigenen Sammlung sehen. Das Museum ist an diesem Montag zusätzlich geöffnet.
In den Angkor-Räumen stehen Originalobjekte aus Kambodscha aus dem neunten bis fünfzehnten Jahrhundert. Das Museum nennt ein Porträt von König Jayavarman VII., ein Relief mit Szenen aus dem Leben Buddhas, Inschriften und die Elefantenglocke. Diese Gegenstände zeigen, dass Angkors Geschichte über den Tempel Angkor Wat hinausreicht: Dazu gehören religiöse Praktiken, Herrscher und eine Stadt mit eigener Vergangenheit.

Die Ausstellung verbindet die Objekte mit Forschung. Laut Museum helfen Inschriften dabei, die Abfolge der Herrscher zu bestimmen. Lidar, ein Messverfahren mit Laserlicht, hat neue Erkenntnisse über die Anlage der Stadt und ihre Wasserwirtschaft geliefert. Videos und interaktive Elemente ergänzen die Präsentation. Sie läuft nach Angaben des Museums bis zum 9. Mai 2027.
Labyrinthia richtet den Blick auf die eigene Sammlung. In fünfzehn Räumen treffen Archäologie, Kunst und Geschichte Drenthes aufeinander. Das Museum nennt den Einbaum von Pesse, das Mädchen von Yde und Gemälde von Van Gogh als wichtige Werke. Bewegtbild, Ton und Elemente zum Anfassen gehören ebenfalls zur ständigen Präsentation.
Zusammen prägen die beiden Präsentationen das Museum in diesem Herbst: kambodschanische Objekte und Forschung in einer Sonderausstellung, die Sammlung aus Drenthe in Labyrinthia. Ihre Geschichten sind verschieden. Verbunden sind sie durch die Frage, woher Gegenstände stammen, wozu sie dienten und was sich durch Forschung über sie erfahren lässt.
Das Drents Museum liegt an der Brink 1 in Assen und ist am Montag, 19. Oktober, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Laut den am 12. Oktober geprüften Museumsangaben kostet der Eintritt für Erwachsene während Angkor 25 Euro, darin enthalten sind 7,50 Euro Ausstellungszuschlag; unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Labyrinthia enthält Ton, Videos und reizintensive Bereiche. Wer empfindlich darauf reagiert, kann vor der Anreise die Hinweise zur Barrierefreiheit prüfen.