Eye Filmmuseum: Filme sehen, bewahren und selbst machen
Von frühen Kameras bis zu Tausenden Filmen und Plakaten: Die Dauerausstellung Wat is film? eröffnet einen zugänglichen Weg in die Sammlung des Eye am IJ.

Am Nordufer des IJ steht das Eye Filmmuseum als weißer, kantiger Blickfang gegenüber dem Amsterdamer Hauptbahnhof. Im Inneren gibt es mehr als ein Kinoprogramm: Eye bewahrt Filme und Objekte auf, zeigt Wechselausstellungen und hat eine Dauerausstellung über bewegte Bilder. Wer zum ersten Mal kommt, kann mit Wat is film? beginnen, im Untergeschoss und an weiteren Stellen des Gebäudes.
Die Sammlung erklärt, weshalb eine solche Dauerausstellung hier gut aufgehoben ist. Nach Angaben auf seiner Sammlungsseite besitzt Eye mehr als 63.000 Filme, von Klassikern bis zu Kultfilmen. Der älteste Film stammt aus dem Jahr 1896. Die Sammlung nahm 1946 Gestalt an, als die erste Vorgängereinrichtung von Eye gegründet wurde. Neben Filmen bewahrt das Museum Plakate, Geräte und Archive. Auf der Seite der Dauerausstellung nennt Eye mehr als 64.000 verschiedene Filmplakate und 95.000 Setfotos; diese Zahlen sind nicht mit der Anzahl der Filme zu verwechseln.

In Wat is film? lässt sich sehen, wie frühe Kameras und Projektoren funktionieren. Besucher können Ausschnitte ansehen und selbst ein Daumenkino oder einen Animationsfilm herstellen. Kleine private Kinos bieten Hunderte von Filmen zur Auswahl. Eye betont, dass der Film nicht von einer einzigen Person erfunden wurde: Mehrere technische Neuerungen trugen zu Kamera und Projektor bei.
Eye zeigt außerdem Ulrich Seidl – Über das Leben, die Liebe und den Tod mit Arbeiten des österreichischen Filmemachers, Fotografen und Theatermachers. Die Ausstellung ist vom 19. September 2026 bis einschließlich 31. Januar 2027 angesetzt. Die Dauerausstellung ist mit Kino- oder Ausstellungsticket zugänglich; für die Wechselausstellung gelten eigene Ticketbedingungen.
Für einen Besuch am 16. Oktober gilt laut Eye: Die Dauerausstellung ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 19 Uhr mit einer Kino- oder Ausstellungskarte zugänglich. An Montagen während der Schulferien kann sie ebenfalls geöffnet sein. Der Bereich für Wechselausstellungen hat laut Besucherseite von Dienstag bis Sonntag dieselben Zeiten, außer während des Auf- oder Abbaus. Das Museum liegt an der IJpromenade 1. Vom Amsterdamer Hauptbahnhof fährt eine kostenlose Fähre nach Buiksloterweg; von dort sind es noch wenige Minuten zu Fuß.
Ein reguläres Ausstellungsticket kostet laut aktueller Besucherseite 16,50 Euro. Für Studierende werden 11,50 Euro genannt; Kinder bis einschließlich 17 Jahre und Inhaber der Museumkaart haben freien Eintritt. Eye gibt an, dass für die aktuelle Wechselausstellung kein Aufpreis anfällt. Wer einen Film sehen möchte, prüft die gesonderten Kinopreise und Anfangszeiten. An der Kasse kann nur mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt werden. Kinder unter zwölf Jahren müssen im Eye von einer mindestens 18 Jahre alten Person begleitet werden.
Das gesamte Gebäude ist laut Eye für Rollstuhlnutzende zugänglich, die Stockwerke sind mit dem Aufzug erreichbar. Für die Dauerausstellung bietet das Museum außerdem Führungen in niederländischer Gebärdensprache und Videos in dieser Sprache an, die über QR-Codes abrufbar sind. Wer vor allem die Sammlung kennenlernen möchte, kann den Besuch in Ruhe um Wat is film? herum planen. Für die Kombination aus Kinofilm und Wechselausstellung sollten Programm und Tickets für denselben Tag miteinander abgeglichen werden.