Van Goghs Sonnenblumen: Welche Leinwand hängt in Amsterdam?
Die bekannte Vase ist eine Fassung in einer größeren Serie. Das Amsterdamer Gemälde von 1889 bleibt wegen seiner Fragilität im Van Gogh Museum.

Die Sonnenblumen im Van Gogh Museum sind ein Gemälde aus einer Serie. Die Amsterdamer Leinwand entstand im Januar 1889 in Arles und misst 95 mal 73 Zentimeter. Die Sammlungsseite führt sie als derzeit zu sehen auf.
Das Museum unterscheidet fünf berühmte Fassungen von Sonnenblumen in einer Vase, die sich heute in Museen befinden. Sie sind in München, London, Tokio, Philadelphia und Amsterdam. Eine andere Fassung ist in Privatbesitz; ein weiteres Gemälde ging im Zweiten Weltkrieg verloren.

Die ersten beiden Fassungen hingen laut Sammlungsseite im Zimmer von Paul Gauguin im Gelben Haus. Später malte Van Gogh zwei freie Wiederholungen. Eine davon ist die Leinwand, die in Amsterdam hängt. Das Amsterdamer Werk ist ein eigenständiges Ölgemälde von Van Gogh.
Van Gogh arbeitete laut Museum für diese großen Blumenstillleben mit drei Gelbtönen. Innerhalb dieser begrenzten Palette gab er Blumen, Tisch und Hintergrund jeweils eine eigene Ausarbeitung.
Die Sonnenblumen sollten laut Museum Dankbarkeit symbolisieren. Van Gogh dachte an ein Triptychon mit den Blumenstillleben und einem Porträt. Die Sammlungsseite vermerkt auch, dass Gauguin die Gemälde als typisch für Van Gogh ansah.
Das Amsterdamer Gemälde wurde Anfang 2019 leicht restauriert und untersucht. Das Museum kam zu dem Schluss, dass die Leinwand stabil, aber fragil ist. Deshalb verleiht es das Gemälde nicht mehr für Reisen. Das Museum sagt, dass Besucher es dort weiterhin sehen können.
Ein reguläres Erwachsenenticket kostet 2026 laut Museumswebsite 25 €. Besucher unter achtzehn Jahren und Inhaber einer Museumkaart haben freien Eintritt. Tickets sind nur online erhältlich, und jeder Besucher braucht ein Ticket mit Startzeit.